Sure 2:97 / 66:4 — Engel Jibrīl (alayhi s-salam): Übernahme aus jüdischen Quellen?

1. Einleitung Das Scheinargument lautet: Der Quran übernehme den Engel Gabriel/Jibrīl aus jüdisch-christlicher Angelologie. Da Gabriel bereits im Buch Daniel und im Lukasevangelium als himmlischer Bote erscheint, sei seine Rolle im Quran keine Offenbarung, sondern religiöse Entlehnung. Dieses Argument wird in orientalistischer…

Sure 54:1 — Die Mondspaltung: historische Quellen außerhalb des Islam?

1. Einleitung Das Scheinargument lautet: Der Quran erwähnt die Spaltung des Mondes, aber es gebe keine zeitgenössischen außerislamischen astronomischen Berichte darüber. Wenn der Mond wirklich sichtbar gespalten worden wäre, hätten Byzantiner, Perser, Inder, Chinesen oder andere Astronomen es aufzeichnen müssen. Da solche…

Sure 105 — Die Gefährten des Elefanten (Aṣḥāb al-Fīl): historisch belegbar?

1. Einleitung Das Scheinargument lautet: Sure al-Fīl berichte von einem Angriff Abrahas auf Mekka mit Elefanten, doch zeitgenössische südarabische Inschriften erwähnten keinen Angriff auf Mekka und keine wunderbare Vernichtung durch Vögel. Daher sei die Sure historisch unzuverlässig oder später durch Sīra-Legenden falsch…

Sure 9:30 — „Die Juden sagen: ʿUzayr ist Allahs Sohn“: historischer Beleg?

1. Einleitung Das Scheinargument lautet: Der Quran behaupte, „die Juden“ würden Ezra/ʿUzayr als Sohn Allahs verehren. Da das heutige normative Judentum Ezra nicht als Sohn Gottes ansieht, sei Sure 9:30 ein historischer Fehler. Dieses Argument wird seit mittelalterlichen christlichen Polemiken wiederholt und…

Sure 89:6-8 — Die Stadt Iram mit den Säulen: Legende oder archäologisch belegt?

1. Einleitung Das Scheinargument lautet: Der Quran erwähne „Iram mit den Säulen“, eine sagenhafte verlorene Stadt, für die es keinen sicheren archäologischen Beweis gebe. Deshalb sei Sure al-Fajr ein Beispiel für mythische Geographie. In populärer Kritik wird zudem gesagt: Muslimische Apologeten hätten…

Sure 11:25-48 — Nūḥ (alayhi s-salam) und die Flut: Mythos oder historisches Ereignis?

1. Einleitung Das historische Scheinargument lautet: Die Flutgeschichte von Nūḥ (alayhi s-salam) sei ein Mythos, den der Quran aus biblischen und mesopotamischen Fluterzählungen übernommen habe. Kritiker verweisen auf das Gilgamesch-Epos, den Atrahasis-Mythos und die sumerische Fluttradition. Zudem sei eine weltweite Flut geologisch…

Sure 2:49-61 / 7:103-137 — Der Auszug aus Ägypten: historisch belegbar?

1. Einleitung Das Scheinargument lautet: Der Exodus sei historisch nicht belegbar; deshalb seien die quranischen Berichte über Mūsā (alayhi s-salam), Firʿawn und Banī Isrāʾīl eine religiöse Legende. Kritiker verweisen darauf, dass ägyptische Inschriften keinen großen Auszug israelitischer Sklaven erwähnen, dass die Sinai-Archäologie…

Sure 21:51-71 — Ibrāhīm (alayhi s-salam) zerstört Götzen: historisch belegbar?

1. Einleitung Das Scheinargument lautet: Die quranische Erzählung, dass Ibrāhīm (alayhi s-salam) die Götzen seines Volkes zerschlug und danach ins Feuer geworfen wurde, sei keine Geschichte, sondern eine jüdische Midrasch-Legende. Kritiker verweisen besonders auf Genesis Rabbah 38, wo Abraham die Götzen im…

Sure 18:83-98 — Dhū l-Qarnayn: Alexander der Große oder ein anderer?

1. Einleitung Das Scheinargument lautet: Dhū l-Qarnayn im Quran sei Alexander der Große. Da Alexander historisch ein makedonischer Heide war, könne der Quran nicht von einem rechtschaffenen Gottesdiener sprechen. Daraus folgern Kritiker: Der Quran habe eine spätantike Alexander-Legende übernommen und Alexander fälschlich…

Sure 27:15-44 — Sulaymān (alayhi s-salam) und die Königin von Saba: Legende oder Geschichte?

1. Einleitung Das historische Scheinargument lautet: Die quranische Erzählung von Sulaymān (alayhi s-salam), dem Wiedehopf, dem Thron der Königin von Saba und ihrer Annahme des Tauḥīd sei eine Legende, die aus jüdischen Midrasch- und späteren Volksüberlieferungen übernommen wurde. Kritiker verweisen auf die…